Die Stadt Waldenburg blickt in ihrer Geschichte auf eine Burganlage aus dem Jahre 1172 zurück, die sich seit 1375 im Besitz der Herren von Schönburg befand.

 

parkumgebung  umgebung

Der Grünfelder Park


In den Jahren 1785 bis 1795 ließ Fürst Otto Carl Friedrich den Grünfelder Park nach englischem Vorbild anlegen. Als junger Prinz hatte er auf seiner Kavalierstour durch England diese Form der Parkgestaltung kennengelernt. Zwischen schattigen Rasenflächen, umrahmt von malerischen Baumgruppen, können Sie heute noch Parkbauten aus jener Zeit bewundern. Das Gelände umfaßt 108 ha und geht nahtlos in die angrenzende Natur über.

 

Der Park, welcher der fürstlichen Famile als Sommersitz diente, spielte für das kulturelle Leben eine große Rolle. Oft fanden hier Konzerte und Theateraufführungen statt.

Von den einst so zahlreichen Bauwerken des Parkes haben jedoch nur wenige die Jahrhunderte überdauert. Einst existierten neben dem Bade- bzw. Gartenhaus, welches Otto Carl Friedrich für seine Gemahlin Henriette errichten ließ, und der Hirschtränke noch eine Fischerhütte, ein Holländisches Landhäusschen, eine Einsiedlerhütte sowie ein Dianenbad.

Das Mausoleum ließ die Fürstin Henriette als Grabstätte für ihren bereits im Jahre 1800 verstorbenen Gatten errichten. Da man aber das Grundwasser nicht beseitigen konnte mußte Fürst Otto Carl Friedrich letztendlich doch in der Familiengruft unter dem Lichtensteiner Schloß beisetzt werden.

 

 

 

Das Grünfelder Schloss


Kurz nach seinem Regierungsantritt im Jahre 1779, kaufte Fürst Otto Carl Friedrich den Gutshof des Altstädter Bürgers Michael Gumprecht und ließ ihn zu einem Lustschlosse umbauen. Dieses Lustschloß stand auf der großen Wiese an der heutigen Grünfelder Straße.

Fürst Otto Viktor (1785- 1859), ließ es später abreisen und das heutige Schlößchen errichten. Vom Lustschlosse selbst sind daher nur noch ein Teil der Wirtschaftsgebäude erhalten.

 

An die Stelle der ehemaligen Hofküche wurde auf Veranlassung von Fürst Otto Victor I. zwischen 1844 und 1846 das Teehaus gebaut. In Anlehnung an italienische Villenarchitektur mit Freitreppe, Terrasse, Porphyrbrunnen, Loggia und Turm errichtet, diente es als Ersatz des „Schlösschens“ dem Ausdruck eines idyllischen Landlebens.

Der ursprüngliche Fassadenstuck von Töpfermeister Wilhelm Resch aus Waldenburg und die Turmuhr von Mechaniker Siewert sind nicht mehr vorhanden.

 

Das Teehaus diente zwischen 1907 und 1936 der Fürstin Sophie von Albanien, einer Schwester des letzten hier residierenden Fürsten Günther von Schönburg/Waldenburg, einige Male als Aufenthaltsort während ihrer Besuche in Waldenburg.

 

 

Quelle: wikipedia.org; waldenburg-sachsen.de